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Software

Da gab es nicht viel zu überlegen: es musste ein Linux-System sein, nämlich das, was auf der c't VDR CD enthalten ist.
Nach stundenlangem Probieren habe ich herausbekommen, dass man sicherheitshalber am Anfang nur das Allernötigste installiert:

  • Linux 2.4.24
  • das VDR-Basissystem
  • das PVR350-Plugin
  • und das Analog-Plugin

Alles andere kann man später ohne weiteres mit apt-get install vdr-plugin-xy nachinstallieren.

Am 2. Abend lief das System, es konnten Filme aufgezeichnet und wieder abgespielt werden - auch gleichzeitig (Time-Shift).
Vorher musste ich allderdings noch mühsam im Internet nach einer channels.conf Datei suchen, in der alle Sender, die es im Münchner Kabelnetz gibt eingetragen sind.

Danach habe ich gleich ein paar interessante Plugins nachinstalliert.

Probleme

Bis jetzt konnte das System nur per Tastatur bedient werden. Der PVR350-Karte liegt aber eine Infrarot-Fernsteuerung bei, die sich viel besser dazu eignen würde.

Mit LIRC können die verschiedensten Fernbedienungen an ein Linux-System angebunden werden. Leider kann man die Hauppauge Fernbedienung (noch) nicht mit dem Standard apt-get Paket installieren. Man muss sich die Sourcen einer neueren LIRC-Version holen und diese compilieren.
Dazu gibt es viele Beschreibungen im Netz. Die wichtigste Info-Quelle ist das VDR-Portal.

Als nach einigem Probieren das Übersetzen der Sourcen gelang, liessen sich die beiden benötigten Kernel-Module lirc_dev und lirc_i2c zwar laden. Aber nach dem ersten Druck auf die Fernbedienung gab es einen schweren Kernel Fehler ("Kernel Oops").

Mein Verdacht war, dass mit dem installierten kernel-image-2.4.24-ctvdr-2 vielleicht etwas nicht in Ordnung war. Dann liess es sich wohl nicht vermeiden selber einen Kernel aus den Sourcen zu erstellen.
Also Kernel-Sourcen heruntergeladen (gut wenn man eine Flat-Rate sein eigen nennt...) und die üblichen Befehle abgesetzt make menuconfig && make dep && make bzImage && make modules && make modules_install. Leider liess sich der so erzeugte Kernel nicht starten.

Warum ??

Nach wiederum längerem Probieren fiel mir auf, dass der Kernel für die i586 Architektur gebaut wurde. V.a. die älteren VIA EPIA Boards verwenden aber eine Mischung aus 386-er und 486-er Befehlssatz. Deshalb wurden alle weitern Kernel-Übersetzungsversuche mit der Einstellung i386=true durchgeführt.
Da ich keinen lauffähigen Kernel produzieren konnte und ich mich zwischenzeitlich auch noch am 2.6.5-er und 2.4.25-er Kernel versucht hatte, bemerkte ich, dass ich einen wichtigen Schritt ausgelassen hatte: mit mkinitrd -o initrd-2.4.25 /lib/modules/2.4.25 wurde aus dem Kernel-Image eine Datei erzeugt, die beim Booten schneller geladen wird. Ich wunderte mich schon, was dieser initrd = /boot/initrd.img Eintrag in lilo.conf zu bedeuten hatte.

Um es kurz zu machen: Mit einem 2.4.25-er Kernel hatte ich schliesslich Erfolg. Die LIRC-Module konnten installiert werden und laufen jetzt problemlos.
(Nur die Codes der 4 Pfeiltasten der Fernbedienung waren nicht korrekt in der Hauppauge-Konfigurationsdatei eingetragen.)

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei meiner Frau bedanken, die in vielen langen Nächten auf mich verzichten musste ...

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